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Christoph Schulten
Bergstraße 11
52156 Monschau
Tel.: +49 (0)241 158923


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Erhalt und Umbau eines denkmalgeschützten Hauses

Das Fachwerkhaus nach dem Umbau - RückseiteJahrelang stand das Haus in der Eifel leer und verkam. Nun lockt es als Ferienhaus mit viel Wohnqualität.

Das im schönen Monschau gelegene Gebäude zeigt die für die Region typische Bauweise: Aufgesetzt auf einen Bruchsteinsockel stemmt sich das kleine Fachwerkshaus rückwärtig gegen einen Hügel, während es vorn keck wagt, über seinen Sockel hinauszuragen.

Als solches Kleinod der historischen Eifeler Baukunst stand das Gebäude unter Denkmalschutz. Doch die Zeit hatte dem Haus zugesetzt und durch jahrelangen Leerstand hatte schließlich auch die Bausubstanz gelitten, besonders im Bereich der Fassade und des Daches.

So war das Gebäude schließlich 2007 in einem sehr schlechten Zustand, als Architekt Christoph Schulten beschloss, es wieder in ein Eifeler Schmuckstück zurück zu verwandeln.

Altes FotoAuf historischen Fotos ist das alte Fachwerk noch gut zu erkennen: Links eine Aufnahme aus dem Jahr 1912, entnommen aus "Hermanns u.a. Monschau-Montjoie' Ausgabe 2007" mit freundlicher Genehmigung durch den Architekten.

Später wurde das Lehmmauerwerk mit Holz verschalt, um es vor dem manchmal recht ruppigigen Eifelklima zu schützen.

Zustand vor dem UmbauIm Zuge der Sanierung wurde zunächst die mittlerweile ramponierte Fassade, die Fenster sowie das Dach erneuert.

Um den Wohnwert zu erhöhen, öffneten die Architekten die rückwärtige Seite des Häuschens zum Garten hin und erweiterten es zusätzlich um einen gemütlichen Wintergarten. So dringt nun viel Licht in das Haus und das an sich schmale Bauwerk verliert seine Enge und wirkt hell und offen.

Dieser Kniff war problemlos möglich, da es wegen der Hanglage an dieser Seite des Hauses keine direkten Nachbarn gibt.

WintergartenMit den Außenarbeiten war dem witterungsbedingten Verfall Einhalt geboten und die bestehende Substanz erhalten. Doch die Hauptarbeit stand erst noch an: So mussten im Inneren des Hauses sämtliche Wände und Decken saniert werden.

Um das Wohnhaus auf einen aktuellen Stand zu bringen, wurden im 1. Geschoss zudem eine zeitgemäße Küche sowie ein modernes Bad eingebaut.

Plan für die Renovierung

Auf den Einbau einer kompletten Heizungsanlage verzichteten die Architekten dagegen: Das Häuschen lässt sich allein mit Küchenherd und einem Kaminofen bereits ausreichend beheizen, zumal es nur als Ferienhaus genutzt wird.

Skizze für den UmbauFür seine Umbauplanung ließ sich Architekt Schulten von der alten Bausubstanz inspirieren, um ihre Stärken zu betonen und ihre Schwächen - hier der wegen der kleinen Fenster geringe Lichteinfall - durch neue Ideen zu beseitigen

Mit dieser Methode lässt sich auch ein konventionelles, beengtes und sogar teilweise verfallenes Gebäude mit einem klugen Konzept in ein Haus mit besonderem Charakter und Wohnwert verwandeln:

Mit seiner grauen Holzfassade und den ochsenblutroten Fensterrahmen zeigt es sich schöner als je.

Die größte Überraschung bietet sich dem Besucher allerdings nach dem Betreten im Inneren, wenn er sich angesichts der gläsernen Rückseite wie in der freien Natur fühlt - und dank der Hanglage dennoch ganz ungestört und privat ist.

So ist aus dem denkmalgeschützten Gebäde, mit dem jahrelang niemand etwas anzufangen wusste, nach der Sanierung und dem Umbau tatsächlich ein echtes Schmuckstück geworden.

Straßenansicht nach dem Umbau